Sehr geehrter Herr Präsident, meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen! Der Landtag richtet seit 1957 einen Schülerwettbewerb zur politischen Bildung aus. Dieser Wettbewerb hat sich zu einem richtigen Erfolgsmodell entwickelt.

Wir haben ihn auch immer weiterentwickelt. Wir Beiratsmitglieder geben uns immer viel Mühe, für die jungen Menschen aktuelle Themen zur Auswahl zu stellen. Auch die Palette der Formen haben wir immer weiterentwickelt, und sie ist mittlerweile sehr vielfältig und breit. Neben den klassischen Aufsätzen und Reportagen, die man in Einzel- oder in Gruppenarbeit abgeben kann, kann man mittlerweile auch ein Lied, eine Website oder sogar einen Videoclip einreichen.

Es gibt einen kompetenten Kreis von Juroren, die die eingereichten Arbeiten sichten und bewerten. Hinter den Kulissen wird sehr geräuschlos Großartiges geleistet.

Es ist auch an der Zeit, all denjenigen, die den Landtag, die uns alle dabei unterstützen, hier einmal Danke schön zu sagen.

(Beifall bei Abgeordneten aller Fraktionen)

Ich will das gern auch einmal namentlich tun und Frau Monika Greiner von der Landeszentrale für politische Bildung mit ihrem Team nennen. Ich möchte ihr ganz herzlich danken. Bei der Landtagsverwaltung wiederum ist Frau Elisabeth Krause sehr rührig und sehr unterstützend dabei. Außerdem haben wir im Beirat viele externe Mitglieder, Lehrerinnen und Lehrer und Profis, die ständig in engem Kontakt zu der jungen Generation stehen und dicht an ihr dran sind.

(Beifall der Abg. Friedlinde Gurr-Hirsch CDU)

Am vergangenen Donnerstag haben wir wieder eine sehr schöne Feierstunde erlebt. Da konnten wir die Preise an die erstplatzierten Preisträger überreichen. Dabei wird uns immer wieder vor Augen geführt, dass wir es mit einer jungen, neugierigen und sehr interessierten Generation zu tun haben und dass sich die jungen Menschen durchaus für gesellschaftliche und politische Themen begeistern lassen. Es sind jährlich ungefähr 3 000 bis 4 000 Schülerinnen und Schüler aus ungefähr 150 Schulen, die sich beteiligen. Sie werden unterstützt und motiviert von Lehrkräften, die das Ganze zusätzlich zu ihrem Unterricht begleiten. Auch ihnen gilt ein ganz ausdrücklicher Dank. Denn ohne diese Begleitung würden wir nicht immer so hervorragende Arbeiten zu sehen bekommen.

(Beifall bei Abgeordneten aller Fraktionen)

Wir können uns also freuen, dass es dem Landtag gemeinsam mit der Landeszentrale für politische Bildung immer wieder gelingt, junge Menschen auf Politik neugierig zu machen. Viele bleiben anschließend auch der Landeszentrale für politische Bildung verbunden und nutzen deren Angebote und Fortbildungsveranstaltungen.

Frau Greiner schafft es auch immer wieder – Sie haben es vielleicht gemerkt, wenn wir hier im Landtag Veranstaltungen haben –, auch ehemalige Teilnehmerinnen oder Teilnehmer zu bewegen, einen Part bei diesem Festakt zu übernehmen. So ist auch eine gewisse Nachhaltigkeit unseres Schülerwettbewerbs gesichert.

Aber nichts ist so gut, dass es nicht noch besser werden könnte. Wir müssen feststellen: Es gibt neue Herausforderungen. Mittlerweile gibt es viele Wettbewerbe, die sich an Schülerinnen und Schüler richten. Wir stehen hier also in einer gewissen Konkurrenz.

Die Schullandschaft verändert sich, und damit verändern sich auch die Teilnehmerzahlen und die Bereitschaft der Lehrkräfte, das Ganze zu unterstützen. Die Freizeit für die jungen Leute wird knapper. Auch hier stehen wir in einer gewissen Konkurrenz. Ich will hier auch deutlich sagen: Es gibt weiße Flecken auf der Landkarte von Baden-Württemberg. Es gibt noch immer Landkreise oder Wahlkreise, liebe Kolleginnen und Kollegen, in denen keine Schule am Schülerwettbewerb teilnimmt.

Deswegen bringen wir heute auch diesen gemeinsamen Antrag ein. Einerseits wollen wir hier im Haus und bei den Kolleginnen und Kollegen dafür werben, den Schülerwettbewerb noch stärker in der Öffentlichkeit bewusst zu machen. Wir wollen mit unserem gemeinsamen Antrag einen Anstoß geben, einmal eine Art Bestandsaufnahme zu machen: Wie hat sich der Schülerwettbewerb entwickelt, wie sehen die Teilnehmerzahlen aus usw.?

Wir wollen diese Bestandsaufnahme zur Grundlage machen, um anschließend im Schulausschuss gemeinsam zu überlegen: Wie können wir den Schülerwettbewerb noch besser ausrichten und aufstellen? Es gibt Ideen, die im Raum stehen. Gerade der Herr Landtagspräsident hat schon die eine oder andere Idee hervorgebracht, die es zu diskutieren gilt.

Ich bin optimistisch, dass wir dann den Schülerwettbewerb langfristig stabil halten können, freue mich auf die vertiefte Diskussion und darüber, dass wir diesen Antrag, für den ich herzlich um Unterstützung bitte, gemeinsam so einig einbringen.

Danke für Ihre Aufmerksamkeit.

(Beifall bei Abgeordneten aller Fraktionen)

 

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