13.10.2017: Grußwort bei der Einweihung des Neu- und Anbaus der Theodor-Heuss-Schule in Rutesheim

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Hofmann, sehr geehrte Frau Bailer, meine sehr geehrten Damen und Herren,

Ich freue mich sehr, dass ich heute aus so einem erfreulichen Anlass in Rutesheim sein kann – wir weihen heute den An- und Neubau der Theodor-Heuss-Schule hier an ihrem zweiten Standort in der Hindenburgstraße ein. Auch im Namen von Herrn Dr. Murschel gratuliere ich Ihnen dazu sehr herzlich. Der Umbau ist wirklich sehr gelungen und ein echter Gewinn für Rutesheim. 

Wir freuen uns, dass Sie die Gelder des Landes Baden-Württemberg so gut nutzen konnten. Ich freue mich sehr, dass ich heute aus so einem erfreulichen Anlass in Rutesheim sein kann – wir weihen heute den An- und Neubau der Theodor-Heuss-Schule hier an ihrem zweiten Standort in der Hindenburgstraße ein. Auch im Namen von Herrn Dr. Murschel gratuliere ich Ihnen dazu sehr herzlich. Der Umbau ist wirklich sehr gelungen und ein echter Gewinn für Rutesheim. Wir freuen uns, dass Sie die Gelder des Landes Baden-Württemberg so gut nutzen konnten.

Schön, dass jetzt alles rechtzeitig für das neue Schuljahr fertig wurde. Die Erweiterung war ja dringend notwendig! Das haben Sie uns anschaulich geschildert. Denn Rutesheim ist in der glücklichen Lage, zu wachsen und immer mehr Einwohner zu bekommen. Durch eine zunehmende Geburtenrate verzeichnen Sie natürlich auch steigende Schülerzahlen – das zeigt sich dann zu allererst in der Grundschule.

Das sind ja zunächst sehr erfreuliche Entwicklungen. Besonders vor dem Hintergrund, dass in manchen Bildungseinrichtungen die Schülerinnen und Schüler fehlen. Die Theodor-Heuss-Schule ist damit eine der wenigen Schulen, die wegen der hohen Nachfrage ausbauen muss. Daran zeigt sich auch, wie familien- und kinderfreundlich die Stadt Rutesheim ist. Und gerade solche Neubaugebiete wie z. B. Taläcker sind für junge Familien sehr attraktiv. Der Schulstandort Hindenburgstraße ist da natürlich toll, denn er liegt ganz geschickt in der Nähe. Die Kinder haben so einen kürzeren Schulweg, als wenn sie bis zum Standort in der Robert-Bosch-Straße müssen. Ganz nach dem Motto „kurze Beine – kurze Wege“.

Aber das bisherige Angebot war für diesen Schüleransturm – wenn ich das mal so sagen darf – nicht mehr ausreichend. Sie müssen daher auch Ihre Ganztagsangebote ausdehnen, den Hort an der Schule oder auch die Ansprüche an Barrierefreiheit bedienen. Und moderne Lernräume mit der richtigen Ausstattung sind eine Voraussetzung für guten Unterricht. Es ist also eine sehr wichtige Aufgabe der kommunalen Schulträger, den nötigen Schulraum zu schaffen. Vielen Dank an die Stadt Rutesheim und an den Gemeinderat, dass Sie diese Aufgabe so ernst nehmen!

Und wir vom Land wollen unsere Städte und Gemeinden natürlich nach Kräften unterstützen. Deswegen gibt es das Schulbauförderprogramm. Letztes Jahr wurden damit Schulbauprojekte im Land mit rund 70 Mio. Euro gefördert. Und auch dieses Jahr wurden Mittel in Höhe von 80 Mio. Euro für solche Maßnahmen bereitgestellt. Der Umbau der Theodor-Heuss-Schule konnte im Rahmen der Schulbauförderung mit 479.000 Euro unterstützt werden. Insgesamt hat der Ausbau rund 3 Mio. Euro gekostet. Und die Gelder sind meiner Meinung nach gut angelegt. Zusätzliche Klassenzimmer, Räume für den Hort und eine Mensa konnten realisiert werden. Und die Schule ist nun ganz barrierefrei. Schön ist auch, dass nun das ehemalige Provisorium verschwinden kann und die Kinder einen großen, neuen Schulhof mit Spielplatz haben, auf dem sie sich in den Pausen austoben können. Wir wissen ja, wie wichtig gerade die körperliche Bewegung ist, um den Kopf für das Lernen frei zu haben.

In den Grundschulen werden die Grundlagen gelegt für die weitere Schulzeit und damit auch für das ganze Leben. Umso beunruhigter sind wir natürlich über den neuesten IQB-Bildungsvergleich. Bisher belegten die Grundschulen in Baden-Württemberg die vorderen Plätze. Die neueste Untersuchung müssen wir jetzt sehr genau anschauen. Ich bin dagegen, allzu schnell Schuld zuzuweisen. Und ich denke, die jetzige Landesregierung hat schon einige Weichen gut gestellt: Wir wollen uns wieder stärker auf die Kernkompetenzen Lesen, Schreiben und Rechnen konzentrieren. Dazu ist mehr Unterricht in diesen Fächern notwendig. Aus dem Grund gibt es jetzt jeweils zwei Stunden mehr Mathe- und Deutschunterricht, was durch eine Verschiebung der Fremdsprache auf die Klasse 3 umgesetzt werden konnte.

Um die Qualität des Unterrichts zu gewährleisten, brauchen wir zuerst einmal genügend Lehrkräfte. Gerade die Grundschulen haben derzeit Schwierigkeiten bei der Besetzung der Lehrerstellen. Grund dafür sind die steigenden Schülerzahlen, die Sie ja auch hier spüren. Außerdem haben wir es in den nächsten 3 bis 4 Jahren mit einer überproportionalen Pensionierungswelle zu tun. Um dem Lehrermangel entgegenzuwirken, hat das Kultusministerium inzwischen ein Maßnahmenpaket zur Lehrergewinnung erstellt. Damit sollen vorhandene Ressourcen besser genutzt werden und neue Lehrkräfte gewonnen werden. Es besteht z. B. die Möglichkeit, beurlaubte oder teilzeitbeschäftigte Lehrkräfte zu aktvieren. Auch Anwärter des Gymnasiallehramts können für den Einsatz an Grundschulen qualifiziert werden.

Ich hoffe sehr, dass Sie sich von den Entwicklungen nicht entmutigen lassen. Wir müssen sie als Ansporn sehen und alles daran setzen, um Baden-Württemberg wieder zum Bildungsmusterland zu machen.

Ich wünsche Ihnen allen für die Zukunft alles Gute und Gottes Segen – und den Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern viel Freude an den neuen Räumlichkeiten. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

 

© 2012 - Sabine Kurtz - CDU BW 2017