40 Jahre CDU-Gemeindeverband Aidlingen

Der CDU-Gemeindeverband Aidlingen feierte am vergangenen Freitagabend, 05.10.2012, sein 40-jähriges Bestehen. Am 24. September 1972, in dem Jahr, in welchem die CDU erstmals im Land die Mehrheit erringen konnte, gründete sich der CDU-Verband, der seitdem eine feste Größe im Gemeindeleben Aidlingens einnimmt.

Festredner der Jubiläumsveranstaltung war Landtagspräsident Guido Wolf. Bevor er jedoch ans Rednerpult trat, wurde das Festessen mit einem Buffet aus Schweine- und Rinderbraten sowie Spätzle eröffnet. Während die rund 60 eingeladenen Gäste das Festessen genossen, wurde auf der Bühne eine Fotoshow mit Bildern aus der 40-jährigen CDU-Geschichte gezeigt. Für einen tieferen Einblick wurde die druckfrische Chronik "40 Jahre CDU Aidlingen" verteilt.

Guido Wolf MdL gratulierte in seiner Festrede zum nun erreichten "Schwabenalter" und wünschte dem CDU-Ortsverband die Klugheit, auch zukünftig die Anliege der Menschen vor Ort zu spüren und darauf zu reagieren. "Die Erfolge der Piraten müssen wir ernst nehmen", gab der Landtagspräsident zu Bedenken und warnte im gleichen Atemzug davor, den politischen Austausch nur über das Internet zu betreiben. Politik hat nicht umsonst mit Kommunikation zu tun, sich dabei in die Augen schauen zu können, sei ein ganz wichtiger Aspekt im demokratischen Prozess.

Für seine kritisch-konstruktive Rede, in der er sowohl die Bewahrung der Schöpfung als auch eine zunehmende Polarisierung zwischen Stadt und Land ansprach, erntete Wolf viel Beifall von den zahlreichen Gästen im evangelischen Gemeindehaus. Darunter auch Clemens Binninger MdB, Sabine Kurtz MdL und Bürgermeister Ekkehard Fauth. Ebenfalls dabei war Erhard Hedwig, Gründungsmitglied von 1972, Vorsitzender von 1991 bis 2001 und seit 2006 Ehrenvorsitzender in Aidlingen. Im Anschluss an die Rede des Landtagspräsidenten gratulierte der CDU-Kreisvorsitzende, Wolfgang Heubach, zum Jubiläum und spannte den Bogen von den Anfängen der CDU in Aidlingen 1972 bis heute.

Die Kultusministerin muss für die Weiterbeschäftigung der Pädagogischen Assistenten an den Grundschulen sorgen!

"Die Kultusministerin bescheinigt den Pädagogischen Assistenten, dass sie eine hervorragende Arbeit an den Schulen leisten. Daher ist es mir völlig unverständlich, dass die Ministerin bis heute nichts unternommen hat, um eine Weiterbeschäftigung der Pädagogischen Assistenten an den Schulen zu sichern", so die CDU-Landtagsabgeordnete Sabine Kurtz MdL, die sich bei der Durchsicht der entsprechenden Stellungnahme der Landesregierung auf ihren Antrag zur Situation und den Perspektiven der Pädagogischen Assistenten sehr wunderte.

Es sei grundsätzlich zu begrüßen, dass die derzeitige Landesregierung die Pädagogischen Assistenten an Haupt- und Werkrealschulen zum 1. Februar 2012 in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen habe. Sehr kritisch bewertete die CDU-Bildungspolitikerin aber, dass hierfür Lehrerstellen verbraucht werden. "Das Konzept der Pädagogischen Assistenten ist darauf angelegt, Lehrer zu unterstützen und nicht diese zu ersetzen. Es ist ungeheuerlich, dass die grün-rote Landesregierung die Weiterbeschäftigung der Pädagogischen Assistenten im Bereich der Haupt- und Werkrealschulen mit dem Abbau von Lehrern finanziert", kritisierte Sabine Kurtz MdL. "Damit schwächt die Landesregierung bewusst die von ihr ungeliebten Haupt- und Werkrealschulen weiter."

Sehr deutliche Kritik äußerte die stellvertretende bildungspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion auch daran, dass die grün-rote Landesregierung bisher noch keine Entscheidung über die Weiterbeschäftigung der Pädagogischen Assistenten an Grundschulen getroffen habe. "Deren Verträge laufen bereits zum 31. Januar 2013 aus", erklärte Sabine Kurtz MdL. "Die Schulen und die betroffenen Pädagogischen Assistenten brauchen deshalb schnellstens Planungssicherheit. Ich fordere die Kultusministerin auf, sich hier schnellstens für eine Weiterbeschäftigung ins Zeug zu legen."

Derzeit arbeiteten an den Grundschulen ca. 470 und an den Haupt- und Werkrealschulen rund 540 Pädagogische Assistentinnen und Assistenten. Im Landkreis Böblingen seien insgesamt 39 Pädagogische Assistenten im Einsatz, davon 21 an Grundschulen und 18 an Werkrealschulen. Die Pädagogischen Assistenten seien im Durchschnitt etwa zur Hälfte, d.h. mit rund 19 Zeitstunden pro Woche beschäftigt. Sie unterstützten die Lehrkräfte im Unterricht, seien in der Einzel- und Gruppenförderung von Kindern tätig und wirkten bei der Vorbereitung und Umsetzung von Projekten und außerunterrichtlichen Veranstaltungen mit. "Aus den Schulen erfahren die Pädagogischen Assistenten durchweg positive Rückmeldungen und eine hohe Wertschätzung. Eine schülerindividuelle Förderung kann mit deren Hilfe noch besser gelingen", so Sabine Kurtz MdL. Dies hätten Evaluationen des Kultusministeriums eindeutig belegt.

Hintergrund:

Andreae-Gymnasium Herrenberg: Lebendiges Gymnasium mit gutem Schulklima

Über aktuelle schulpolitische Themen sprach die CDU-Landtagsabgeordnete Sabine Kurtz MdL am 8. Oktober 2012 mit der neuen Schulleiterin des Andreae-Gymnasiums Herrenberg (AGH), Dr. Gudrun Schickler.

"Ein guter und enger Kontakt mit den Schulen in meinem Wahlkreis ist mir wichtig", betont die stellvertretende bildungspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion. Sie freue sich sehr, dass das AGH mit Dr. Gudrun Schickler eine kompetente und engagierte Rektorin gefunden habe, die nahtlos die Nachfolge von Angela Schulz angetreten habe.

Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die Zukunft der baden-württembergischen Bildungslandschaft im Allgemeinen sowie die Situation und die Perspektiven des Andreae-Gymnasiums Herrenberg. Darüber hinaus berichtete Dr. Gudrun Schickler, die die Fächer Latein und Deutsch unterrichtet und zuvor u.a. am Mädchengymnasium St. Agnes in Stuttgart tätig war, über ihre Erfahrungen im Hinblick auf Unterrichtsmethodik und geschlechterspezifischen Unterricht.

Wie die Rektorin erläuterte, sei die Lehrerversorgung am Andreae-Gymnasium zum Schuljahresbeginn zufriedenstellend, auch wenn es bereits erste Krankheitsfälle gebe. Sabine Kurtz MdL hofft, dass die Unterrichtsversorgung am AGH auch weiterhin in vollem Umfang gewährleistet werden kann. Immerhin habe die Landesregierung zum Schuljahr 2012/2013 200 zusätzliche Stellen im Bereich der Krankheitsvertretungen geschaffen.

Sehr positiv schilderte Dr. Gudrun Schickler ihre ersten Eindrücke über das Klima an ihrer neuen Schule. "Der Umgang zwischen Schulleitung, Lehrern, Eltern und Schülern ist offen und respektvoll – wir haben hier ein ausgesprochen gutes Schulklima."

Beeindruckt zeigte sich Sabine Kurtz MdL von den vielfältigen Projekten der Schule. "Mit dem Schüleraustausch mit Tarare und Budapest bereits zu Beginn dieses Schuljahres, der Schulpartnerschaft mit der St. Patrick Mission High School in Dar-es-Salaam in Tansania und den in regelmäßigen Abständen stattfindenden Projekttagen 'Schule als Staat' setzt das AGH Maßstäbe", lobt die CDU-Landtagsabgeordnete: "Die Projekte tragen dazu bei, die persönlichen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler zu stärken und ihren Erfahrungshorizont zu erweitern."

Als Vorstandsmitglied des Evangelischen Arbeitskreises (EAK) der CDU Baden-Württemberg freut sich die Leonbergerin darüber, dass am AGH regelmäßig Schülerbibelkreise angeboten werden. "Ich begrüße es sehr, dass die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben, sich in ihrer Schüler über ihren Glauben auszutauschen, miteinander zu beten und eine Auszeit im oft hektischen Alltag zu nehmen."

Polizeireform: CDU-Abgeordnete im Dialog mit Polizeiverbänden

Zu einem weiteren Gespräch über die Polizeireform trafen sich am 4. Oktober die CDU-Abgeordneten Clemens Binninger MdB, Sabine Kurtz MdL und Paul Nemeth MdL mit Vertretern der Polizeiverbände im Landkreis Böblingen.

Im Vordergrund stand dabei die Frage, welche konkreten Auswirkungen die geplante Reform für die Polizeibeamten im Landkreis Böblingen hat.

Gesundheitspolitik hautnah

Clemens Binninger MdB, Sabine Kurtz MdL und CDU-Stadtrat Hermann Frank statteten am Dienstag, 02. Oktober, dem Krankenhaus Herrenberg einen Besuch ab. Im Rahmen einer Gesprächsrunde mit Dr. Elke Frank, Geschäftsführerin des Klinikverbundes Südwest, Dr. Andreas Löw, Vorstand der Evangelischen Diakonieschwesternschaft Herrenberg-Korntal e. V., Krankenhausdirektorin Alexandra Freimuth, dem ärztlichen Direktor Dr. Michael Jugenheimer sowie weiteren Chefärzten diskutierten sie angeregt über die aktuelle Situation im Gesundheitswesen.

Am Beispiel von Herrenberg erläuterte Dr. Frank die Organisation, Leistungsstruktur und Ziele des Klinikverbundes. Weitere Themen waren u.a. die Krankenhausfinanzierung,  der Ärztemangel in vielen ländlichen Gebieten und die Abwanderung von Medizinern ins Ausland, aber auch die Frage, wie Ärzte und Pflegekräfte Familie und Beruf heutzutage vereinbaren können und wie sich die demographische Entwicklung auf die Patientenzahlen in der Zukunft niederschlägt. Der akute, deutschlandweite Nachwuchsmangel im Pflegebereich wurde ebenso erörtert, wie die möglichen Auswirkungen eines Klinik-Neubaus auf dem Böblinger-Sindelfinger Flugfeld auf die umliegenden Standort wie Herrenberg.

Weitere Diskussionspunkte waren die geplante, aber zurzeit in der Schwebe befindliche Notfallpraxis an der "Klinik im Gäu" sowie die aufwendige Notfallversorgung in der Region. "Das Krankenhaus erfüllt hier seinen Versorgungsauftrag vorbildlich und ist u.a. als lokales Traumazentrum ausgewiesen, dennoch können die Erlöse die Kosten beim momentanen Vergütungssystem hier nicht decken", betonte Dr. Frank und prangerte zudem die rückläufige Förderquote bei Investition seitens des Landes an. Binninger und Kurtz waren sich einig, dass zum einen die politischen Rahmenbedingungen zur Krankenhausfinanzierung auf den Prüfstand gehören, zum anderen aber auch alle Akteure im Gesundheitswesen, gleich ob Kliniken, niedergelassene Ärzte oder die Krankenkassen, die künftigen Herausforderungen nur gemeinsam  angehen und lösen können. 

Im Anschluss an die Gesprächsrunde machten sich die Politiker während eines Klinikrundgangs hautnah ein Bild vom Krankenhauszustand und -alltag, sowohl auf neu renovierten Abteilungen, wie beispielsweise der Kreissaallandschaft, als auch in 30 Jahre alten Krankenhausfluren, die noch auf der Sanierungsagenda stehen.

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