Sabine Kurtz besucht Kindertageseinrichtungen in Herrenberg: Intensive und frühe Förderung

Die Versorgung mit ausreichend Plätzen in Kindertageseinrichtungen ist eine große Herausforderung für alle Kommunen. Herrenberg nimmt diese Aufgabe sehr ernst. Die Stadt ist Träger von 26 Kindertageseinrichtungen in der Herrenberger Kernstadt sowie den sieben Teilorten und beschäftigt über 300 pädagogische Fachkräfte.

Begleitet von Johannes Roller, Leiter des Amtes für Familie, Bildung und Soziales und Stella Schwefer, stellvertretende Leitung des Fachdiensts Kindertageseinrichtungen der Stadt, besuchte Sabine Kurtz einen Vormittag lang verschiedene Einrichtungen.

Besonders das neue Projekt „Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung“ in der Hölderlinstraße beeindruckte die Bildungspolitikerin. Es hat den Betrieb erst zum 8. Januar in einem angemieteten kleinen Einfamilienhaus aufgenommen – ein echter Glücksfall, wie Johannes Roller betont. Finanziert wird das Projekt vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Es soll vornehmlich Kinder mit Fluchterfahrung an das deutsche Bildungssystem heranführen und sie auf die Kindertageseinrichtung vorbereiten.

„Herrenberg nutzt vorbildlich die Programme des Bundes und des Landes für Maßnahmen zur Bildung und zur Integration. Derzeit werden dafür sehr viele Mittel angeboten, gerade auch von Seiten des Bundes. Man muss sie aber auch zu nutzen wissen. Die Stadt Herrenberg ist dabei sehr rührig und kreativ“, lobt Sabine Kurtz.

Die Landtagsabgeordnete interessierte sich sehr für die Umsetzung des Orientierungsplans, den landesweit verbreiteten und fachlich hoch geschätzten  „Bildungsplan“ für die 3-6jährigen. Häufig höre sie von Klagen über zu viel Bürokratie und Schreibarbeit.

Die Leiterin des Kinderhauses Alzental, Bianca Ohngemach,  konnte sie beruhigen: „Das Handlungskonzept infans gibt uns die nötigen Arbeitsmaterialen an die Hand, um den Orientierungsplan umzusetzen. Mittlerweile hat sich das alles gut eingespielt. Wir nutzen für unsere Beobachtung und Dokumentation der Entwicklung der Kinder die entsprechenden Vorlagen. Sie erleichtern uns die Arbeit“. Die Genauigkeit der Beobachtungen, die auf den Arbeitsblättern abgefragt werden, beeindruckten Sabine Kurtz dennoch sehr: „Als meine drei Kinder klein waren, gab es solche Dokumentationen noch nicht. Die Elterngespräche heute können sehr fundiert und professionell geführt werden. Entsprechend zielorientiert kann dann die Begleitung der Kinder in ihren Bildungsprozessen sein“.

Die modernen Räumlichkeiten und die funktionale Ausstattung besonders der Neubauten der Kita „An der Raingasse“ in Affstätt und des Kinderhauses Alzental begeisterten Sabine Kurtz. Das Kinderhaus Alzental habe sogar einen Architektenpreis gewonnen, erfuhr sie. „Aber auch in länger bestehenden Räumlichkeiten kann man hervorragende Arbeit leisten, wenn man sie intelligent gestaltet “, hob sie in der Kita Markweg hervor. Häufig sei die Lage einer Einrichtung noch viel wichtiger als ein neues Gebäude. „Kurze Wege sind ein großer Vorteil“, erläuterte die Leiterin Nicole Friedrich.

Mit Hilfe der städtischen Rahmenkonzeption sei sichergestellt, dass die Qualität in allen Kindertagesstätten in Herrenberg gleich hoch sei. Sabine Kurtz registrierte besonders dankbar das Bemühen, der Reizüberflutung der Kinder entgegenzuwirken. Jeannine Rauscher in der Kita „An der Raingasse“ macht sich dies zur speziellen Aufgabe: „Unsere Räume wirken nie überfüllt. Denn die Kinder dürfen nicht vom Materialangebot überfordert werden. Daher tauschen wir die Spielsachen immer wieder aus“.

Roller verwies darauf, dass Herrenberg trotz aller Anstrengungen weiter vor großen Herausforderungen stehe. „Wir erfüllen die gesetzlichen Vorgaben und bieten für 34 Prozent der Kinder unter drei Jahren einen Betreuungsplatz an. Aber der Bedarf steigt und steigt. Land und Bund dürfen die Kommunen mit dieser Aufgabe nicht alleine lassen“, so Roller abschließend.

 

Bildunterschrift: v. l. n. r.: Johannes Roller, Stella Schwefer, Sabine Kurtz MdL und Bianca Ohngemach

 
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